Gummersbach und Engelskirchen, 11. Februar 2026
Wir haben nun die traurige Gewissheit erhalten: unser Freund Uwe ist am Mittwoch, dem 4. Februar auf tragische Weise bei einem Sportunfall auf Teneriffa ums Leben gekommen. Auch wenn eine letzte offizielle Bestätigung der spanischen Behörden noch aussteht, müssen wir uns dieser grausamen Tatsache stellen.
Wir haben Uwe Söhnchen viel zu verdanken. Der gebürtige Oberberger trat vor fast vierzig Jahren den Grünen bei und arbeitete kenntnisreich und engagiert auf vielen Ebenen unserer Partei. In Engelskirchen war er als sachkundiger Bürger im Sozialausschuss aktiv und kümmerte sich besonders um Friedhofsangelegenheiten. Von 1991 bis 1999 und wieder von 2003 bis 2009 war er Mitglied der grünen Kreistagsfraktion. Zweimal – 2017 und 2022 – war er unser Direktkandidat für den Landtag in Düsseldorf.
Uwe Söhnchen setzte sich als Kranken- und Altenpfleger innerhalb und außerhalb unserer Partei vor allem für soziale und Umweltbelange ein. Er machte sich 1995 mit seinem Pflegedienstunternehmen selbstständig, in Ründeroth kennt ihn fast jede Familie. Zeitweilig beschäftigte er mehr als 80 Mitarbeitende. Er war Mitglied des Presbyteriums der Ev. Kirchengemeinde Ründeroth und beteiligte sich aktiv an der Gründung von mehreren Vereinen im Pflege-, Demenz- und Palliativbereich. Nach seinem Ruhestand vor wenigen Jahren engagierte er sich für ein ambitioniertes Mehrgenerationen – Wohnprojekt in seinem Geburtsort Wiehl – Weiershagen, das Jung und Alt zusammenbringen soll. Sein ganzes Leben als Familienmensch war geprägt vom Wunsch nach gelingenden Beziehungen zwischen den Generationen.
In zahllosen Begegnungen und Sitzungen haben wir ihn als freien und unerschrockenen Geist erlebt, der sich durch Autoritäten und bürokratische Hürden nicht einschüchtern ließ. An folgenlosen akademischen Diskussionen hatte er kein Interesse. Seine Domäne war das Tun, seine Utopien immer konkret. Seine offene Großherzigkeit wird uns in Erinnerung bleiben.
Uwe war stets ins Gelingen verliebt und fürchtete nicht das Scheitern. Er hatte im Leben den Mut, kühne Entscheidungen zu treffen. Selbst sein Tod zeugt von dieser Kühnheit. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren und seine Haltung – mutig, zugewandt und praktisch – in unserer politischen Arbeit weitertragen.
Für den Kreisverband Oberberg Für den Ortsverband Engelskirchen
Bernadette Reinery-Hausmann Renate Bernhardt
Dr. Julian Münster Martin Bach
Kreissprecher Sprecher des Ortsverbands
