AUS UNSERER ARBEIT IM SOZIAL- und KULTUR-AUSSCHUSS
Vorsitzende des Ausschuss:
Bernadette Reinery-Hausmann
Mitglieder:
Marie Brück (Stv. Vorsitzende)
Vertretung: Ulrike Claaßen-Büttner (SkB) und Lars Schmeißer (SkB)
Für ein soziales Sicherungsnetz, das vor Armut schützt
INHALT
AKTUELLES AUS DEM KREISTAG
Alle öffentlichen Sitzungsunterlagen sind über das Kreisinformationssystem zu finden: http://session.obk.de/bi/info.asp
Unsere aktuellen Themen
SOZIALES: Integration & Sprachförderung
Wir befassen uns aktuell mit den Auswirkungen der Kürzungen im Bereich der Integrations- und Sprachkurse, die bereits konkrete Folgen im Oberbergischen Kreis zeigen. Träger geraten zunehmend unter Druck, erste Einrichtungen sind bereits in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten.
Hintergrund sind bundespolitische Entscheidungen, die den Zugang zu Integrationskursen deutlich einschränken und die Finanzierung massiv reduzieren. Dadurch wird ein großer Teil integrationsbereiter Menschen von Sprachkursen ausgeschlossen, gleichzeitig sinkt die Zahl der angebotenen Kurse im Kreis spürbar.
Sprache ist jedoch eine zentrale Voraussetzung für Integration, Arbeitsmarktteilhabe und gesellschaftliche Stabilität. Werden hier Strukturen zurückgebaut, entstehen langfristig höhere soziale und wirtschaftliche Folgekosten, die insbesondere die Kommunen tragen müssen.
Wir haben das Thema bereits politisch aufgegriffen und unterstützen Initiativen aus der Praxis, die auf die konkreten Auswirkungen vor Ort hinweisen. Ziel ist es, Integration als zentrale Zukunftsfrage weiterhin aktiv zu begleiten und Lösungen zu entwickeln, die den tatsächlichen Bedarfen im Kreis gerecht werden.
Aufsichtsrat Kliniken Oberberg
Die 6 vom Betriebsrat des Klinikums vorgeschlagenen Männer im Aufsichtsrat irritieren bei einem Betrieb, der zu 80% aus weiblichem Personal besteht. Wir werden das entsprechend in der Aufsichtsratssitzung thematisieren und entspr. Schlüsse ziehen.
Frauenhausplätze im OBK
Lt. Auskunft des Landrates hat der Kreis keinen Bedarf an zusätzlichen Frauenhausplätzen. Woran er das fest macht und was das konkret bedeutet – dazu wollen wir mit ihm gemeinsam ein Frauenhaus besuchen.
KULTUR: Ehrenamt & Anerkennung
Der Ehrenamtspreis des Oberbergischen Kreises wurde ursprünglich alle zwei Jahre vergeben, ist seit der Pandemie jedoch ausgesetzt, obwohl eine Wiederaufnahme seit längerem angekündigt ist.
Hintergrund ist unter anderem die Suche nach einer neuen Form, die sich klar von bestehenden Preisen der Städte und Kommunen abgrenzt. Eine konkrete Umsetzung steht bislang jedoch aus.
Seit rund zwei Jahren besteht Einigkeit darüber, den Preis wieder aufzunehmen. Eine Umsetzung ist bislang dennoch nicht erfolgt.
Wir halten eine verlässliche und sichtbare Anerkennung des Ehrenamts für wichtig und werden uns dafür einsetzen, dass der Preis wieder regelmäßig vergeben wird.
AKTUELLES ZUR SOZIALES & FAMILIE IM OBK

Familienfreundliches Oberberg? Kleinstadt-Ranking
Bezahlbar leben, sich sicher fühlen und viele familienfreundliche Freizeitaktivitäten genießen! Eine groß angelegte exklusive Studie von Kommunal zeigt, in welchen Kleinstädten (10-20.000 Einw.) Deutschlands das am besten vereinbar ist.
#Nümbrecht Platz 337 #Engelskirchen Platz 340
#Reichshof Platz 410 #Bergneustadt Platz 542
#Hückeswagen Platz 626
Erfahrt hier mehr..
UNSERE THEMEN
Das Projekt: START
START ist ein im Nordkreis sehr erfolgreiches innovatives Sozial- und Bildungsprojekt für besonders benachteiligte und verhaltensauffällige junge Menschen, die keine Bindung an die vorhandenen Sozialsysteme haben und damit kaum eine Chance auf einen Schulabschluss.
Das Projekt „Start e. V. Aufbruch Entwicklung Zukunft“ wurde in der ersten Jahreshälfte 2021 durch engagierte Fachkräfte gegründet und hat sich im Sozialausschuss des Kreises vorgestellt, auch die Presse berichtete. Wir halten die Ausrichtung dieses Projekts für besonders praxisnah und zielorientiert, um junge Menschen gerade nach der Coronazeit aufzufangen und ihnen Hilfestellung zu geben, eine Zukunft für sich aufzubauen.
Unseren Antrag zur Unterstützung des Projektes im Südkreis findet Ihr HIER
Kreistagsrede unserer Vorsitzenden des Kulturausschusses im Kreistag
"Es fühlt sich nicht nur an wie ein Déjà-vu - leider ist es das auch, denn in der letzten Kreistagssitzung habe ich schon einmal für das Projekt Start im Südkreis geworben, damals zwar als Änderungsantrag, aber mit demselben Ziel – ein Projekt zu unterstützen welches es Kindern und Jugendlichen, mit schwierigen Hintergrundgeschichten die vielfältig sind, ermöglicht einen Schulabschluss zu erlangen und in eine Berufsausbildung zu starten. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit in unserer Gesellschaft. Meint man. Aber eben nur für Familien die es sich leisten können ihre Kinder zu unterstützen.
Die Hintergründe sollten mittlerweile hinlänglich bekannt sein, doch leider – so die Rückmeldungen im Vorfeld – will die Kreistagsmehrheit aus CDU/FDP/UWG Start wohl nicht unterstützen. Leider, denn - in Anbetracht unseres Haushalts der Gesamtaufwendungen von über 500 Mio Euro umfasst sind 88.000€ eine lächerlich kleine Summe - die 85.000€ sind nicht für Hardware, nicht für Software, nicht für Baumaßnahmen … sondern lediglich für Kinder / Jugendliche - es fällt uns scheinbar wesentlich leichter viel Geld für umbauten Raum, Infrastruktur uvm. auszugeben als für das eigentliche Potential unserer Gesellschaft unsere Kinder / Jugendlichen - wir hätten die Chance ein kleines Projekt ohne großen Wasserkopf mit relativ wenig Geld zu unterstützen und damit einen wahnsinnig großen Mehrwert für unsere Gesellschaft zu erlangen. Momentan sieht es leider so aus, als würden wir uns auch hier wieder eine große Chance entgehen lassen. Die Chance präventiv zu handeln statt die Scherben nachher wieder zusammen zu fegen. Die Chance den Kindern / Jugendlichen die Hilfe und Unterstützung zukommen zu lassen die sie benötigen um ein Mitglied der Gesellschaft zu werden welches etwas beisteuern kann. Wenn sie das Projekt schon nicht aus sozialen Gesichtspunkten unterstützen wollen, dann doch bitte aus rationalen wirtschaftlichen Gründen, denn die Kinder die wir heute nicht unterstützen werden die Gemeinschaft in greifbarer Zukunft mit deutlich höheren Kosten belasten. Sie können heute mitentscheiden, ob diese Kinder einen Mehrwert für die Gesellschaft werden oder eine Belastung. Das ist in Ihrer Verantwortung. Ich werbe also ein letztes Mal darum Start nicht sterben zu lassen.Bernadette Reinery-Hausmann