AKTUELLES

21.06.2019

Anlässlich des 90. Geburtstages von Jürgen Habermas

Jürgen Habermas während einer Diskussion an der Hochschüle für Philosophie München
Bild: Wolfram Huke (https://en.wikipedia.org/wiki/User:Wolfram_Huke)

Als grüner Kreisverband jener Region, in der Jürgen Habermas seine Jugend verbracht hat,  gratulieren wir einem Denker, der wie kein zweiter in der deutschen Nachkriegsgeschichte die öffentliche Debatte geprägt und beeinflusst hat.

Sein entschiedenes Eintreten für soziale und geschichtliche Verantwortung hat die Wahrnehmung der Bundesrepublik in der ganzen Welt beeinflusst. Er führt die politische Auseinandersetzung mit den Mitteln der Sprache, seine Argumentation gegen die Radikalisierung der 68er hat auch den Boden bereitet für die Gründung unserer Partei. Er hat früh erkannt, welche Gefahren in der atomaren Aufrüstung liegen und sich dem wieder aufkeimenden Nationalismus in Deutschland mit den Waffen des Philosophen entgegen gestellt. Seinem Engagement für ein transnationales Europa und eine europäische Verfassung fühlen wir uns verbunden.

Die existentiellen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts werden wir nur in globaler Zusammenarbeit bewältigen- ökologische und soziale Gerechtigkeit sind nicht voneinander zu trennen. Wir danken Jürgen Habermas für seinen Beitrag zu dieser gesellschaftlichen Entwicklung.

21.06.2019

Wir trauern um Monika Gottwald

Die Grünen Vertreter*innen beim Wahlabend im Gummersbacher Kreishaus

Die gestrige Europawahl hat klar gezeigt, dass die Bürger*innen Deutschlands einen politischen Wandel möchten. Der Oberbergische Kreis stellt hierbei keine Ausnahme dar.

Durch den Sprung auf 20,76% in ganz Oberberg hat sich unser Ergebnis im Vergleich zur letzten Europawahl mehr als verdoppelt! In elf der 13 oberbergischen Kommunen gingen wir als zweitstärkste Kraft hervor. Dabei gelang etwas, das bisher in weiter Ferne schien: in 23 Wahlbezirken belegten wir sogar den ersten Platz! 

Insbesondere der Klimaschutz hatte bei den oberbergischen Wähler*innen eine hohe Priorität. Wir Grüne nehmen die Klimakrise ernst: wir haben Antworten auf die Sorgen der Bevölkerung. Genau diese Rückmeldung erhielten wir bei unseren zahlreichen Wahlständen in ganz Oberberg. Hier zeigt sich ein grundlegender Wandel in der Gesellschaft. "Man erwartet bei den Themen Klima und Umwelt endlich nachhaltiges Handeln", so Helmut Schäfer, Fraktionschef der Grünen im Kreistag.

Positionspapier der oberbergischen Grünen zur Europawahl 2019   Mehr »

Gummersbach, den 22.05.2019 – Heute, am Tag der Artenvielfalt, informierte der Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen über den Artenschutz und forderte vor allem die Politik mit einem „Smart Mob“ zum Handel auf.

Biene, Eisbär, Panda und Tiger – Sie alle gehören zu den bedrohten Tierarten und könnten denen, die schon ausgestorben sind, bald nachfolgen. Auf dieses, laut UN-Bericht in der Erdgeschichte nie da gewesenes Sterben der Arten, macht der Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen heute in der Gummersbacher Fußgängerzone aufmerksam. „Jeder Einzelne kann etwas gegen das Artensterben tun und sein Handeln überdenken. Es ist beispielsweise eben nicht im Sinne der Umwelt, für 9,99 € nach Mallorca zu fliegen oder im Garten großzügig mit Pestiziden gegen Wildblumen vorzugehen“, nannte Lothar Winkelhoch von den Grünen am Infostand auf dem Lindenplatz Beispiele dafür, was jeder einzelne gegen den Klimawandel und das Artensterben tun kann. Vor allem, so forderte er, müsse aber die Politik endlich handeln. „Den Menschen wird immer mehr bewusst, dass es so nicht weitergehen kann und selbst viele Unternehmen äußern den Wunsch, umweltfreundlicher zu produzieren. Es ist an der Politik, endlich die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen“, erklärte Winkelhoch.

Quelle: F. Jansen/oberberg-aktuell.de   Mehr »

Für jedes Mitglied haben wir bei „Plant for the Planet“ je einen Baum pflanzen lassen und haben Lucy die entsprechende Urkunde übergeben. V.l.n.r: Sabine Grützmacher (Kreisverbandsprecherin), Lucy Büser (200. Mitglied), Marc Zimmermann (Kreisverbandsprecher)

Am 15. Mai 2019 konnte der Kreisverband von Bündnis'90/Die Grünen – Oberberg Lucy Büser als sein 200. Mitglied begrüßen.

Dass Politik auch die junge Generation interessiert und diese eben nicht politikverdrossen ist, wissen wir dank „Fridays for Future“ aus den vergangenen Wochen und Monaten. Auch bei Bündnis'90/Die Grünen – Oberberg spiegelt sich das, nicht nur durch die kürzliche Reaktivierung der Grünen Jugend Oberberg, wider. Auch das 200. Mitglied zählt mit ihren 17 Jahren als Schülerin in den Kreis der jungen Menschen, denen etwas an der Zukunft hier vor Ort, aber auch in Deutschland, Europa und der gesamten Welt liegt. Bereits auf einer Veranstaltung von Bündnis'90/Die Grünen - Oberberg zu Mikroplastik im vergangenen Jahr hat Lucy spontan über ihre Erfahrungen bei ihrem Versuch plastikfrei zu leben berichtet. Die Entscheidung der Partei beizutreten fiel ihr daher nicht schwer. Auch weil sie findet, „[...]dass die Umwelt mehr von uns beachtet werden muss, da wir nur eine Erde haben, auf der wir leben dürfen und mit der wir verschwenderisch umgehen!“   Mehr »

Am 19. Mai ließen es sich die Grünen Oberberg nicht nehmen, zusammen mit dem Verein „Unser Oberberg ist bunt, nicht braun!“, dem Netzwerk gegen Rechts, der SPD, den Linken, sowie zahlreichen weiteren Oberberger*innen nach Köln zu fahren, um auf der „Ein Europa für alle – deine Stimme gegen Nationalismus“-Demo ein Zeichen für ein weltoffenes solidarisches Europa zu setzen.

Gerade vor der richtungsentscheidenden Europawahl am 26. Mai galt es, an der Deutzer Werft noch einmal deutlich die Stimme gegen den drohenden Rechtsruck im europäischen Parlament zu erheben. Wenn man dies gemeinsam mit Bürger*innen in über 50 europäischen Städten gleichzeitig tun kann, fühlt sich die Idee eines Europas ohne Grenzen umso echter an. 

Bereits am Grünen Treffpunkt der Demo in Köln Kalk versammelten sich 10.000e, die mit Musik und leidenschaftlichen Reden ihre Vorstellung eines Europas ohne Nationalismus und Ausgrenzung feierten.

 

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19.05.2019

Tag der Artenvielfalt: Oberbergs Grüne informieren über Wege zum Artenschutz

Bündnis‘90/Die Grünen informieren am 22. Mai, dem Tag der Artenvielfalt, um 15 Uhr am Gummersbacher Lindenplatz ausgiebig über das Thema Artenschutz.

Der UN-Artenschutzbericht hat gezeigt, dass es um die vielfältige Tier- und Insektenwelt unseres Planeten noch nie schlechter stand. Doch was kann getan werden, um bedrohte Tierarten zu schützen und aktiv dieser Bedrohung der Artenvielfalt entgegenzutreten?

Die Grünen Oberberg stellen Lösungsvorschläge und Handlungsmöglichkeiten vor.  

Deine Stimme gegen Nationalismus! Die Europawahl am 26. Mai 2019 ist eine Richtungsentscheidung über die Zukunft der Europäischen Union. Nationalisten und Rechtsextreme wollen mit ihr das Ende der EU einläuten und Nationalismus wieder groß schreiben. Wir alle sind gefragt, den Vormarsch der Nationalisten zu verhindern, dagegenzuhalten, wenn Menschenverachtung und Rassismus gesellschaftsfähig gemacht werden sollen, und für unsere Vision eines offenen und toleranten Europas zu streiten. Unser Europa der Zukunft verteidigt Humanität und Menschenrechte, steht für Demokratie, Vielfalt und Meinungsfreiheit und garantiert soziale Gerechtigkeit. Es treibt einen grundlegenden, ökologischen Wandel und die Lösung der Klimakrise voran. Für die Zukunft Europas, gegen Nationalismus!

Um unsere Stimmen für solch ein Europa laut zu machen, fahren die Grünen Oberberg am 19. Mai mit der Bahn zur Demo nach Köln.

Aus Oberberg rufen Die Linken, Oberberg ist Bunt, die SPD, das Netzwerk gegen Rechts und wir Grünen auf, sich gemeinsam in der RB 25 Richtung „Köln Hansaring“ auf den Weg nach Köln zu machen. Wir steigen an der Haltestelle „Köln-Trimbornstraße“ aus und gehen vereint zum Sammelpunkt nach Kalk-Kapelle. Von dort marschiert ein Demonstrationszug zurück nach Köln Deutz, wo die Abschlussveranstaltung stattfindet. 

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Der Borkenkäfer knabbert fleißig
Johannes Thomm

Die Grünen Oberberg luden am Sonntag, den 12. Mai 2019, zu einer informativen Waldwanderung mit dem Förster Johannes Thomm in Waldbröl ein. 

Die Waldzerstörungen durch den Borkenkäfer sind in Oberberg in aller Munde. Doch wie sieht die Situation in unseren Wäldern wirklich aus? Um diese Frage zu beantworten, begaben sich ca. 30 interessierte und grüne Wanderer zusammen mit dem Förster Johannes Thomm in die Wälder um Waldbröl.

Ihnen bot sich von Beginn an ein gemischtes Bild. Neben durch Borkenkäfer, den Dürresommer und Stürme zerstörten Waldflächen, fanden sich sowohl neu bepflanzte als auch wild neugewachsene Areale. Daran zeigte sich sofort die Eigenart des oberbergischen Waldes: viele, kleine Parzellen, betrieben von Privatbesitzer*innen nach eigenen Vorstellungen. Ordentlich mit Zäunen vor Wild geschützte Reihen von jungen Bäumen stehen Flächen mit umgefallen und vom Wind gebogenen Bäumen gegenüber, die vom Wildwuchs diverser Pflanzen und Sträuchern umringt sind.

Johannes Thomm verglich den Wald mit einem übergewichtigen Menschen. Er bekomme nicht die ideale Ernährung und sei nicht im besten Fitnesszustand, sei aber momentan nicht akut gefährdet. So gehöre ein Teil der Waldschäden, verursacht durch Wild, Parasiten und Bakterien, zum natürlichen Kreislauf des Waldes. Unter normalen Umständen könnten der Wald und seine Bewohner in dieser Symbiose gut leben. Doch das immer extremer werdende Klima, mit Temperatur- und Niederschlagsschwankungen, setze den Wald unter Stress. Dadurch käme es zu Extremsituationen wie der gigantischen Vermehrung der Borkenkäfer, die beginnen, vom Appetit getrieben, nicht nur kranke, sondern auch gesunde Bäume zu verspeisen.

Neben der Schönheit und Lebendigkeit des Waldes rückt schnell die Rolle des Waldes als Ressource für einen der wichtigsten ökologischen Rohstoffe ins Auge: Holz. Der oberbergische Wald ist nicht nur Erholungsgebiet, Sauerstoffspender und Lebensraum, sondern auch eine landwirtschaftliche Nutzfläche. Für viele Waldbesitzer*innen steht das wirtschaftliche Interesse an erster Stelle. Deshalb müsse er stets einen Mittelweg finden zwischen dem Erhalt der Natur und dem Zufriedenstellen der industriellen Interessen seiner Auftraggeber*innen. Er selbst schlägt vor, ca. zehn Prozent der Baumpopulation grundsätzlich nicht zu fällen. Eine entsprechende Verordnung gebe es allerdings nicht und es sei den Waldbesitzer*innen selbst überlassen, wie sie ihren Bestand handhaben.    Mehr »

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